Als Metalband ins Finale - das hat Rising Insane schon überrascht und letztlich einen ordentlichen Schub gebracht. Fürs Finale will man aber noch einen drauflegen. Das Interview:

Wie aufgeregt seid ihr vor eurem Halbfinalauftritt gewesen?

Wir sind grundsätzlich immer etwas nervös. Man weiß ja letztend Endes nie genau, was einen gleich auf der Bühne erwartet, wie die Leute reagieren, wie sie am Tag drauf sind oder wie die eigene Performance läuft. Vor dem Halbfinale war es aber schon besonders prickelnd, da wir als einzige Metalband natürlich wussten, dass wir mit unserer Musik aus der Reihe tanzen. Von daher war das mit der Aufregung an dem Tag schon ein Quäntchen mehr als sonst.

Wie war das Gefühl, als ihr auf der Bühne erfahren habt, dass ihr im Finale seid?

Da hat sich auf jeden Fall die Aufregung des ganzen Tages in pure Freude umgewandelt. Für uns als Band war es auch ein krasses Gefühl. Einfach, weil man vor einem vollen Zelt als einer der fünf Sieger aufgerufen wird... das hat schon was! Wir waren in dem Moment auch einfach stolz auf das, was wir mit unserer Musik erreicht haben und wie weit wir mit all dem gekommen sind.

Was nehmt ihr euch fürs Finale vor?

Wir wollen noch einen drauflegen! Und, dass wir nochmal eine neue Seite von uns zeigen, noch einmal mehr überraschen. Wir waren mit unserer Performance im Halbfinale schon zufrieden, aber man kann sich immer nochmal steigern!

Welche Ziele habt ihr euch als Band gesteck?

Wir versuchen uns nicht zu viel Druck zu machen, in dem wir uns große Ziele stecken, eher nach dem Motto: alles kann, nichts muss. Aber das ist auch eher so eine Floskel, insgeheim wissen wir schon ganz genau, wo es hingehen soll. Das sind dann die großen Festivals wie Full Force, Reload Festival, Deichbrand usw. Das nächste Ziel ist aber erstmal, unser zweites Album zu veröffentlichen und damit den Leuten zu zeigen, dass wir hungrig sind.

 

"Das Halbfinale hat uns in unserem Selbstvertrauen gestärkt"

 

Mit welcher Band würdet ihr gerne mal die Bühne teilen?

Das ist eine gute Frage. Wir sind an sich ziemlich stolz und immer wieder überrascht, wenn wir an die Bands zurückdenken, mit denen wir schonmal die Bühne geteilt haben - und den Backstage, was meistens noch fast cooler ist, denn wann hängt man schonmal mit einer großen Metalband aus Amerika, wie Stray from the Path rum? Der absolute Kracher wäre wohl eine Show mit As I lay Dying oder Architects. Das sind unsere absoluten Vorbilder.

Was hat euch die Teilnahme an Live in Bremen schon jetzt gebracht?

Auf jeden Fall, dass wir die anderen Leute aus den Bands kennengelernt haben. Auf der anderen Seite hat es uns in unserem Selbstvertrauen gestärkt. Das wir mit unserer eigentlich gesellschaftlich "untauglichen" Musik, doch ein Zelt voller Leute, die eigentlich im Radio wegschalten würden, mitgenommen haben, gibt uns ordentlich Antrieb. Und natürlich die Erinnerung an einen so richtig guten Tag. Das war einfach ein schönes, rundes Ding!