So richtig fassen konnten es die Jungs aus Worpswede nicht, als im Deichgraf Zelt ihr Name durchgesagt wurde. Immerhin hatten Phaenotypen gerade Bremens renommiertesten Bandcontest gewonnen - und das bei starker Konkurrenz.

Der Startschuss zum Finale 2016 fiel um 16.30 Uhr. Das Los entschied, dass Cholerika den Nachmittag eröffneten und somit einige Besucher erstmal leicht verstört wurden. Denn die aggressiven Punkklänge sind wahrlich nichts für jedermann. Wer aber im Zelt blieb, wurde gleich richtig wachgerüttelt.

Die Power aus Bass und Schlagzeug lieferten im Anschluss Paul, die mit Wolfsmasken auf die Bühne kamen. Innerhalb 30 Minuten zeigten die beiden Namensbrüder, dass sie ihr Handwerk beherrschen und einen Sound liefern, der international Fans finden könnte.

Liveauftritte aller Live in Bremen Finalisten

Fast schon als abgezockt könnte man den Auftritt von LENNA bezeichnen, die nicht nur eine nahezu perfekte Performance ablieferten, sondern auch ihren eigenen Fanclub im Publikum hatten. Apropos Publikum: Auch einige ausgeschiedene Halbfinalisten hatten sich auf dem Weg gemacht, um die Bands zu unterstützen. Eine tolle Geste!

Traumhaft schön wurde es dann mit Havington. Das Trio Luka, Malte und Tom dürften mit ihren Indieballaden bald in der ganzen Republik gefragt sein. Das Publikum wippte dazu verzaubert mit einem Lächeln im Takt mit.

Kontrastprogramm lieferten zum Abschluss die Phaenotypen, die mit ihrem "mobilen Musiklabor" fast das Zelt sprengten. Denn der Mix aus Reggae und Dancehall weckte das Tanzfieber. Wer da nicht zumindest mitgewippt hat, der hat die Musik nie geliebt!

Eine harte Wahl also für die Jury. Zum Glück wussten Live in Bremen Gewinner 2014 Faakmarwin die Zeit zu überbrücken, bis die Juroren sich auf eine Entscheidung geeinigt hatten. Und wie diese ausfiel, haben wir euch ja bereits zu Beginn erzählt.

Zum Aftermovie: